Interview mit Claudia Winter
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß dabei.
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| Foto: Claudia privat |
Liebe Claudia,
danke, das Du Dir Zeit genommen hast um kurz ein paar Fragen zu beantworten.
Claudia: Sehr gerne, liebe Antje, es ist mir ein besonderes Vergnügen :-)
Mit Deinem neuen Buch "Die Wolkenfischerin" entführst Du Deine Leser/innen in die Bretagne. Wie muß man sich eine Recherchereise vorstellen?
Claudia: Na, wie Urlaub :-) Nach eingehender Vorrecherche via Internet (Google, Blogartikel, Reiseberichte etc), Literatur (Romane, Reiseführer, Städteführer, etc.) und sonst allem, was ich irgendwie irgendwo über das entsprechende Land oder den Landesteil, in dem der Roman spielen soll, suche ich mir den entsprechenden Ort aus und fahre für zwei Wochen mit meinem Mann und unseren zwei Hunden dorthin.
Meist entscheiden wir uns wegen der Tiere für ein Ferienhaus, ich war aber auch schon mal allein unterwegs, in Schottland zum Beispiel, wo ich mich in einem sehr netten Bed-and-Breakfast eingemietet habe. Dann ziehe ich auf der Landkarte einen Kreis mit dem Durchmesser von ca. 100 Kilometern und los geht es. Jeden Tag ein neues Ziel, manche Orte besuche ich sogar zwei oder drei Mal, um ein intensives Gefühl für die Atmosphäre zu bekommen. Dann natürlich viel Essen gehen, immer nur Landesküche - und den Koch oder die Köchin des Restaurants bezirzen, damit er/sie das Rezept rausrückt.
Die überflüssigen Pfunde abarbeiten durch lange Spaziergänge, Stadttouren. Viel in Cafés sitzen und schauen, immer dabei das kleine Notizbuch. Darin notiere ich alles, die Farben, die Gerüche, die Pflanzennamen, die Straßen, die Atmo, die Menschen, die Situationen, die ich beobachte. Es ist Urlaub mit einem Ziel. Das macht riesig Spaß und ist auch durchaus erholsam.
Wie sieht es mit Schreibblockaden aus liebe Claudia?
natürlich bin auch ich ab und an von Phasen betroffen, in denen das Schreiben schwerer fällt, als an anderen Tagen. Das Wort Schreibblockade vermeide ich bewusst, denn meiner Meinung nach existiert das nicht. Schreibblockaden resultieren daraus, dass man die Geschichte nicht gut genug ausgearbeitet hat. Man weiß nicht wie es weitergeht - das kann man verhindern, indem man das Gerüst des Romans soweit ausgearbeitet hat, dass man gar nicht in die Lage kommt. Ich brauche manchmal lange, um den idealen sprachlichen Anfang für den Beginn eines neuen Kapitels zu finden. Dann lenke ich mich durch andere Dinge ab, Koche, Putze, Waschen...oder gehe Spazieren mit meinen Jungs. Da lösen sich auch Plotlöcher, unklare Stellen, die man im Exposé offen gelassen hat.
"Die Wolkenfischerin" ist meiner Meinung nach ein ganz anderes Buch als "Glückssterne" und "Aprikosenküsse". Hast Du Angst vor Kritik Deiner Leser/innen? Und wie würdest Du Deine eigene Entwicklung anhand der Romane beschreiben?
Claudia: Jeder Schriftsteller fürchtet sich ein bisschen vor Kritik. In diesem Fall bin ich eher gespannt. Denn ich glaube sehr an dieses Buch, eben gerade weil es ein wenig anders als seine Vorgänger ist. Weil ich etwas Neues ausprobiert habe und sehr neugierig bin, ob meine LeserInnen den Weg mit mir mitgehen.
Wieviel "Claudia Winter persönlich" steckt in Deinem neuen Roman?
Es ist wohl insbesondere die Thematik Gehörlosigkeit, die ich mit
meiner Nebenfigur Maelys aufgegriffen habe. Es ist das Thema meiner
Kindheit, da ich selbst die Tochter gehörloser Eltern bin - da bleibt es
nicht aus, dass diese Figur mit ihren Charakterzügen und ihren
Eigenheiten einen besonderen persönlichen Bezug zu mir und meinem Leben
hat. Ich bin gespannt, ob die LeserInnen sie genauso lieben werden, wie
ich es tue.
Natürlich kommt auch das kulinarische nicht zu kurz in "Die Wolkenfischerin". Woher stammen die Rezepte und hast Du alles selbst auch probiert?
Claudia: Ich bringe die meisten Rezepte von meinen Recherchereisen mit. Da versteht es sich von selbst, dass ich sie auch probiert habe. Manche bekomme ich auch von guten Freunden geschenkt, andere stammen aus meiner eigenen Küche. Ich koche nämlich sehr sehr gerne, aber noch lieber habe ich Gäste an meinem Tisch.
Zu guter letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Dir bedanken für Deine Zeit und Deine Antworten.
Claudia: Ich danke dir, liebe Antje. Es hat viel Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten
Wer nun neugierig geworden ist, kann gern die Bücher von Claudia Winter bestellen oder auf meinem Blog bzw. der Veranstaltung im Facebook ein Exemplar gewinnen von "Die Wolkenfischerin".
Veranstaltung im Facebook
Vielen Dank an Alle!
Mit Deinem neuen Buch "Die Wolkenfischerin" entführst Du Deine Leser/innen in die Bretagne. Wie muß man sich eine Recherchereise vorstellen?
Claudia: Na, wie Urlaub :-) Nach eingehender Vorrecherche via Internet (Google, Blogartikel, Reiseberichte etc), Literatur (Romane, Reiseführer, Städteführer, etc.) und sonst allem, was ich irgendwie irgendwo über das entsprechende Land oder den Landesteil, in dem der Roman spielen soll, suche ich mir den entsprechenden Ort aus und fahre für zwei Wochen mit meinem Mann und unseren zwei Hunden dorthin.
Meist entscheiden wir uns wegen der Tiere für ein Ferienhaus, ich war aber auch schon mal allein unterwegs, in Schottland zum Beispiel, wo ich mich in einem sehr netten Bed-and-Breakfast eingemietet habe. Dann ziehe ich auf der Landkarte einen Kreis mit dem Durchmesser von ca. 100 Kilometern und los geht es. Jeden Tag ein neues Ziel, manche Orte besuche ich sogar zwei oder drei Mal, um ein intensives Gefühl für die Atmosphäre zu bekommen. Dann natürlich viel Essen gehen, immer nur Landesküche - und den Koch oder die Köchin des Restaurants bezirzen, damit er/sie das Rezept rausrückt.
Die überflüssigen Pfunde abarbeiten durch lange Spaziergänge, Stadttouren. Viel in Cafés sitzen und schauen, immer dabei das kleine Notizbuch. Darin notiere ich alles, die Farben, die Gerüche, die Pflanzennamen, die Straßen, die Atmo, die Menschen, die Situationen, die ich beobachte. Es ist Urlaub mit einem Ziel. Das macht riesig Spaß und ist auch durchaus erholsam.
Wie sieht es mit Schreibblockaden aus liebe Claudia?
natürlich bin auch ich ab und an von Phasen betroffen, in denen das Schreiben schwerer fällt, als an anderen Tagen. Das Wort Schreibblockade vermeide ich bewusst, denn meiner Meinung nach existiert das nicht. Schreibblockaden resultieren daraus, dass man die Geschichte nicht gut genug ausgearbeitet hat. Man weiß nicht wie es weitergeht - das kann man verhindern, indem man das Gerüst des Romans soweit ausgearbeitet hat, dass man gar nicht in die Lage kommt. Ich brauche manchmal lange, um den idealen sprachlichen Anfang für den Beginn eines neuen Kapitels zu finden. Dann lenke ich mich durch andere Dinge ab, Koche, Putze, Waschen...oder gehe Spazieren mit meinen Jungs. Da lösen sich auch Plotlöcher, unklare Stellen, die man im Exposé offen gelassen hat.
"Die Wolkenfischerin" ist meiner Meinung nach ein ganz anderes Buch als "Glückssterne" und "Aprikosenküsse". Hast Du Angst vor Kritik Deiner Leser/innen? Und wie würdest Du Deine eigene Entwicklung anhand der Romane beschreiben?
Claudia: Jeder Schriftsteller fürchtet sich ein bisschen vor Kritik. In diesem Fall bin ich eher gespannt. Denn ich glaube sehr an dieses Buch, eben gerade weil es ein wenig anders als seine Vorgänger ist. Weil ich etwas Neues ausprobiert habe und sehr neugierig bin, ob meine LeserInnen den Weg mit mir mitgehen.
Wieviel "Claudia Winter persönlich" steckt in Deinem neuen Roman?
Natürlich kommt auch das kulinarische nicht zu kurz in "Die Wolkenfischerin". Woher stammen die Rezepte und hast Du alles selbst auch probiert?
Claudia: Ich bringe die meisten Rezepte von meinen Recherchereisen mit. Da versteht es sich von selbst, dass ich sie auch probiert habe. Manche bekomme ich auch von guten Freunden geschenkt, andere stammen aus meiner eigenen Küche. Ich koche nämlich sehr sehr gerne, aber noch lieber habe ich Gäste an meinem Tisch.
Zu guter letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Dir bedanken für Deine Zeit und Deine Antworten.
Claudia: Ich danke dir, liebe Antje. Es hat viel Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten
Wer nun neugierig geworden ist, kann gern die Bücher von Claudia Winter bestellen oder auf meinem Blog bzw. der Veranstaltung im Facebook ein Exemplar gewinnen von "Die Wolkenfischerin".
Veranstaltung im Facebook
Vielen Dank an Alle!
